Manchmal können wir ganz hinuntergezogen werden von unseren Gedanken und unserer Vergangenheit. Wir erinnern uns oder sind gerade dabei zu sündigen, und jegliche Hoffnung auf Rettung kann uns verlassen.
„Mit mir ist es so schlimm, da kann selbst Gott nichts mehr tun.“ – Doch genau hier ist die falsche Denkweise. Man denkt menschlich über Gott und vergisst, dass Gott auch Liebe ist. 1. Joh. 4:16
Gottes Fürsorge und Leitung kann uns dazu führen, dass wir in der Demut angelangen, indem wir selbst keine Hoffnung mehr haben, doch Gott ist treu, dass er seinen einzigen eingeborenen Sohn auch für dich auf die Erde liess. (Joh. 3, 16)
Kein anderer Gott liebt so sehr wie unser Gott. Deshalb dürfen wir auch jetzt die Hoffnung und den Glauben an den allmächtigen Gott behalten.
In diesem Glauben an unseren wahrhaftigen Gott dürfen wir wieder aufstehen und unseren Weg vorwärtsgehen. Bist du gefallen – hast du Sünde in dir gefunden? Dann steh nun wieder auf, tue Busse und lass Gott dich weiter leiten. (Spr. 24, 16)
Es lohnt sich nicht, stundenlang sich selbst zu bezichtigen und zu meinen, damit ehrt man Gott. „Siehst du Gott, wie schlecht ich die Sünde finde, ich hoffe, du bist wieder zufrieden mit mir.“
Und sobald ich wieder in eine gleiche Situation gelange, so sündige ich wieder in der gleichen Sache. Und so geht es immer reihum – ich sündige, tue Busse und sündige wieder. Dies ist doch nicht der Weg des Lebens?
Nein, Gott hat uns doch versprochen, dass wir durch Jesus errettet werden sollen. (Joh. 3, 17) Wie kann ich dann immer wieder fallen? Selbst wenn ich schon hundertmal gesagt habe, dass ich es nie mehr tun werde.
Hier helfen keine Rituale noch Beschimpfungen über sich selbst, sondern alleine der Blick auf Jesus hin, der sein Leben für uns gab. Wenn wir einsehen, wie schlimm Gott die Sünde findet und weshalb wir vieles nicht machen sollen – nicht um uns zu plagen hat Gott zum Beispiel gesagt, dass wir uns nicht am fremden Joch binden sollen (eine Nicht-Christin oder einen Ungläubigen zu heiraten), sondern um uns vor Schlimmerem zu bewahren. Pornographie und jegliche Sünden schaden uns nur. Und selbst wenn wir davon freigekommen sind, so können diese Spuren mit sich tragen, welche ganze Beziehungen zerstören können – doch auch hier haben wir einen Gott, der Mitleid mit unseren Schwachheiten hat. Wenn wir die Wahrheit über uns selber lieben und Busse tun, so ist er treu, dass er uns hilft.
Der Weg liegt in Jesus Christus und darin, dass ich mein Kreuz auf mich nehme.
Christus auf den Knien zu danken für sein Opfer und mein Kreuz auf mich zu nehmen – nicht um Gott etwas beweisen zu wollen. „Ich hoffe, du siehst, was für ein guter Christ ich bin?“ Nein, denn dann sind wir schnell wieder hochmütig und haben Gott wider uns. Wir sind dann wie dieser Pharisäer, welcher vor allen betete und Gott aufzählte, was er alles an guten Werken vorzuzeigen hat.
Ich bin mir sicher, dies gefällt Gott nicht. Klar, es steht zum Beispiel in 1. Sam. 2, 30, dass Gott die ehrt, welche ihn ehren. Keine Frage.
Aber wir sollen auch erkennen, dass wir ohne Gott niemals in der Lage wären, ein gottgefälliges Leben zu führen. Wir hätten keine Macht über die Sünde, als nur durch Jesus Christus allein – der dem Tod die Macht nahm, als er am Kreuze starb und wieder auferstanden ist. Halleluja
Deshalb, weil wir einen solchen Gott haben, der uns mit ihm durch seinen Sohn versöhnte, haben wir die Möglichkeit, frei zu werden von der Sünde. Schritt für Schritt, auf unserem Wege, den uns Gott führt.
Mögen wir verstehen, dass Gott uns mehr liebt, als wir es selbst verstehen können. Gott liebt uns nicht auf menschliche Weise, sondern auf göttliche.

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