Wenn wir in Hebräer 11 lesen, wird uns bewusst, wie enorm wichtig der Glaube für die Menschen war. Alles konnte in ihrem Leben misslingen, und überall konnte es sein, dass sie einsam wurden. Oftmals waren die Leute gegen diese Menschen und plagten sie sehr. Doch wie treu waren sie Gott darin und gaben seinen Plan nicht auf.

Wenn wir vielleicht in schwierige Lebenssituationen kommen und möglicherweise sehr missmutig werden, dann verstehen wir auch, wie schwer es für diese Menschen war. Die Sünde lauert vor der Tür, und es wird ganz leicht, dass wir aufgeben könnten. Und umso grösser wird unser Respekt für solche Männer und Frauen des Glaubens.

Gleichzeitig wird es auch hoffnungsvoll für uns selber. Sünden, die uns ständig plagen – Dinge, in denen wir oft schwach wurden – können wir in Jesus Christus ablegen. Wir dürfen sicher sein, dass Gott uns unsere Sünden vergibt und dass er möchte, dass wir frei von Sünden werden. Doch es gilt, einen Preis zu bezahlen. Dieser ist, dass wir unser eigenes Leben, unsere Wünsche kreuzigen und Gottes Willen treu folgen.

Nun kann es so klingen, dass Gott ein Tyrann ist. Wir müssen nur das tun, was er von uns will, und wir haben nur Probleme. Aber dem ist eben nicht so. Was Gott eigentlich möchte, ist, dass wir Frieden in unserem Leben haben (Joh. 14,27):
„Frieden hinterlasse ich euch; meinen Frieden gebe ich euch. Nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch; euer Herz erschrecke nicht und verzage nicht!“

Dieser Frieden, welcher überströmend ist gegenüber allem Leid, das auf dieser Erde vorkommt, und mit welchem wir in eine Ruhe kommen können, sodass wir inmitten dieser Welt einen Seelenfrieden haben, ist so viel besser, als dass ich die ganze Zeit überlegen muss, wie ich vielleicht über die Runden komme. Und es ist eine Ruhe inmitten von dem, was in dieser Welt passiert.

Gott ist kein böser Tyrann, der nur will, dass alle sich vor ihm beugen. Gott ist ein Gott der Gnade und der Liebe. Auch wenn wir seine Handlungen nicht immer gleich verstehen, so ist es doch so, dass wir eine Ruhe darin bekommen, wenn wir sehen, wie Gott in allem seine starke Hand hat. Er führt alles zum Besten. Sei deshalb nicht verzagt, sondern rufe zu Gott.

Er hilft dir in der Not, und er tröstet dich auch. Sei unbekümmert und lebe für Gott. Durch Jesus sind wir in der Lage, dass alles zum Guten gewendet wird. Hattest du früher schlimme Sünden getan, so kann Gott sie ganz rein waschen (Jes. 1,18). Daran darfst du glauben. Sei unverzagt und lebe für Gott. Höre auf seine tröstende Stimme – antworte ihm jetzt. Gehe zu ihm ins Gebet.

Und wenn wir nun auf die Glaubenshelden sehen im Alten wie auch im Neuen Testament, so sehen wir eines: Sie wurden nicht unbedingt reich – vielleicht am Ende ihres Lebens. Aber oftmals ging es durch sehr viel Leid und Pein. Und warum ist dies wohl geschehen? Damit wir zum einen Gott grösser sehen, unser Vertrauen auf ihn lenken und ihn bitten, uns zu helfen. Und damit wir in unserem Stolz zerbrechen. Etwas, das Gott hasst, ist unser Stolz. Satan wurde so stolz, dass er sich über Gott stellen wollte. Und deshalb hasst Gott allen Stolz und möchte, dass wir verstehen, dass alles von ihm abhängt. Aber das bedeutet nicht, dass wir nur Leid sehen. Es kann zwar so sein, dass Gott Menschen in gefährliche Situationen führt. Viele Christen werden auch verfolgt, das soll nicht kleingeredet werden. Aber in allem sollen wir wissen, dass Gott uns nahesteht – demjenigen, der verfolgt wird, aber auch solchen, die in sogenannten christlichen Ländern aufwachsen und dort mit ihren Problemen leben. Über alle wacht Gott und hält seine Hand über ihnen. Sei darum nicht verzagt und lebe für Gott.

Wir können hier nun viele Glaubenshelden aufzählen. Abraham, welcher aus seinem Land ziehen musste und lange kein Kind hatte. Erst als er keine Kraft mehr hatte, machte es Gott möglich, dass Abraham ein Kind erhielt. Dann Jakob, der zurück in sein Land fliehen musste und dort von seinem Schwiegervater betrogen wurde. Auch da half ihm Gott, sodass er mit einer Menge an Gütern zurückkam.
(Damit soll nicht gesagt werden, dass wir auch reich beschenkt werden auf dieser Erde, wenn wir betrogen werden. Sondern, dass Gott uns einmal im Himmel alles zurückzahlen kann und wird – vielfach mehr als das, was wir hier verloren haben.)

Und so könnte man durch die ganze Bibel gehen und von den verschiedenen Glaubensgeschichten lesen: David, der verfolgt wurde. Elia, der etwa 400 km durch die Wüste wanderte. Und viele weitere. Auch in Hebräer 11 steht von grausamen Dingen, die dort getan wurden. Und sie alle haben nicht das erlangt, was Gott für uns vorgesehen hat (Hebr. 11,39–40).

Und darum steht so hoffnungsvoll im nächsten Kapitel, Hebr. 12,1–3, dass wir mit Ausdauer laufen sollen und unseren Blick auf Jesus richten sollen.
Was hat Jesus getan? Zunächst einmal vieles. Er kam als Gott auf die Erde und nahm Knechtsgestalt an. Als Gott nahm er Knechtsgestalt an – und nicht nur das: Er wurde unter die Verbrecher gezählt und ans Kreuz genagelt. Am Kreuz dachte wohl Satan, dass er gewonnen hatte. Aber Satan verstand nicht, was nun auf ihn zukommen würde. Jesus, der alle unsere Sünden auf sich nahm – sodass wir gereinigt werden können durch sein Blut – starb um unseretwillen. Aber Satan konnte ihn nicht zurückhalten. Denn Jesus hatte nie gesündigt. Und als Satan versuchte, Jesus in sein Totenreich zu bringen, konnte er ihn nicht festhalten, sodass er nach drei Tagen auferstand. Und nun ist er im Himmel und betet für uns. Er kennt deine und meine Leiden, und er wird für uns da sein.

Deshalb: Halte aus in diesem Lauf, egal wie die Lebensumstände gerade sind. Und sei unverzagt, denn der Herr ist nahe denen, die mit demütigem Herzen zu ihm nahen. Amen.


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