Wenn wir die Geschichte von Mose lesen, dann bleibt uns wahrscheinlich immer der Auszug aus Ägypten im Sinn. Wie er da vor dem Pharao stand und mit seiner Stimme nach dem Auszug bat. Aber wenn man ein bisschen genauer liest, dann kommt man zum Schluss dass Mose wohl ein ganz anderer Mensch war. Er hatte eine starke Entwicklung hinter sich.
Es beginnt in 2. Mose 2, als er den Ägypter erschlug. Mose, ein Sohn des Pharaos entschied sich einen anderen zu erschlagen – aus eigener Kraft. Er dachte wohl dass er so die Juden helfen kann, indem er die Grausamkeit mit eigener Hand löste. Aber dies ging nicht gut aus für ihn, so dass er in die Wüste fliehen musste, wo er über viele Jahrzehnte (vermutlich etwa 40 Jahre) bei Jethro, seinem Schwiegervater, lebte.
Nun kam ein neuer Wendepunkt in seinem Leben. Nachdem er sich also als so stark und mächtig sah, kam er zum Feuerbusch (2. Mose 3). Dort offenbart sich Gott dem Mose.
Mose hatte vielleicht sein altes Leben bereits hinter sich gelassen.
Aber Gott ruft ihn da zu einem Auftrag. Der Auftrag lautete nun, dass Gott durch Mose das ganze Volk Israel erretten möchte. Doch wie war die Reaktion Moses nun?
Nachdem er zuvor noch dachte, er könnte allen mit seiner Kraft helfen, widerstand er Gott praktisch. Er sah sich nicht imstande Gott zu dienen. Viel zu gross schien ihm die Aufgabe und er verstand nicht dass Gott mit ihm war.
Denk was passiert wäre, wenn Gott ihn so gelassen hätte. Aber so war Gott nicht. Er drang auf Mose ein – erklärte ihm, wie Gott die Sache durchführen werde. Welche Kraft Mose nun durch Gott hätte – wenn er nur Gehorsam sei.
Schlussendlich ging Mose diesen Weg und kam zurück nach Ägypten. Der Pharao war bereits Tod und ein neuer Herrscher war erstanden. Vor diesem tratt nun Mose zusammen mit Aaron und führte seinen Auftrag aus. Und zunächst schien es ihm nicht zu klappen. Mose tat was Gott ihm geboten hatte und sprach mit dem Pharao. Dieser wollte aber nicht auf ihn hören und aus Wut gab er den Leuten noch härtere Aufgaben vor. Nun hatte Mose also nicht nur den Pharao gegen sich, sondern auch die Juden, welche wütend waren dass sie nun mehr Arbeiten mussten.
Und so verliess Mose der Mut wieder und Gott musste sich ihm wieder offenbaren. Gott stärkte den Mose und erinnerte ihn daran, wer Gott eigentlich war.
Nachdem Gott ihm dies gesagt hatte, ging Mose nach einigem Zögern wieder. Er machte den Stab zur Schlange und zeigte dadurch mit wem es der Pharao eigentlich zu tun hatte. Doch dieser konnte nicht auf Mose hören, den sein Herz war durch Gott verstockt. So kam es, dass Gott – durch Mose – die 10 Plagen über das Land Ägypten brachte. Gott offenbarte sich mit seiner gewaltigen Kraft. Kein Mensch war in der Lage vor Gott zu fliehen. Und nachdem der Pharao endlich die Juden Frei liess, zogen sie in einer grossen Menschenmasse aus. Gott hatte gesiegt und Mose, der sich zuvor geweigert hatte, wurde der Retter dieses Volkes.
Doch eins sollte bleiben – die Ehre sollte Gott bekommen. Wir lesen wie Gott den Juden erklärte dass man das Passah-Fest feiern sollte – im Angedenk an Gott (und nicht an Mose). Alle Ehre kam Gott zu.
Hier lohnt es sich, vielleicht auch über sein Leben zu denken und zu überlegen: „Was hat Gott in meinem Leben getan?“ – Hast du Gott einmal dafür gedankt? Und nicht nur einmal, sondern wie die Juden beim Passah-Fest, immer wieder?
Ein letzter Zeitpunkt in der Geschichte sollte noch erwähnt werden. Nachdem nun also Mose die Wandlung von einem starken Mann, zu einem Diener Gottes durchgemacht hatte. Kam der ein weiterer Punkt hinzu. Diesen sieht man als die Juden vor dem Meer standen und sie Umzingelt waren von den Ägyptern (2. Mose 14). Das Volk begann Angst zu haben und wollte wieder zurück.
Dies kann ein Abbild sein wie wir uns möglicherweise verhalten. Wir haben die Sünden in unserem Leben aufgegeben – Pornographie, Musik, Alkohol und Sonstiges – aber sobald es wieder schwer wird in unserem Leben, fallen wir wieder zurück. Wir kommen wieder in alte Gewohnheiten und beginnnen möglicherweise zu sündigen. Mit Sünden die wir allenfalls aufgeben wollten.
Doch hier können wir zu diesem Punkt kommen, dass wir nie mehr sündigen wollen. Nicht weil wir so stark sind, sondern weil wir es so haben wie Mose:
„[13] Füchtet euch nicht! Steht fest und seht die rettung des HERRN, die er euch heute bereiten wird; denn diese Ägypter, die ihr heute seht, die werdet ihr nicht wiedersehen in Ewigkeit! [14] Der HERR wird für euch käpfen, und ihr sollt still sein!“
(2. Mose 13 – 14)
So können wir es also bekommen und so hatte es auch Mose. Aus diesem starken Mann, wurde einer der völliges Vertrauen in Gott hatte. Keine Lebensumstände konnten ihn von Gott wegbringen. Gott hatte versprochen, dass Israel sein eigenes Land haben sollte und so würde er es auch durchführen.
Mögen wir alle zu diesem Punkt kommen, dass wir unser altes Leben aufgeben wollen. Die Sünde, die uns so verknechtet und uns nur plagt – nur Schaden bringt – weglassen und nun in Vertrautheit mit Gott leben.
Dazu gilt es auf Gottes Stimme zu hören – einen jeden Tag.
Gott ist mächtiger als alle Sünden und Kräfte dieser Welt. Er hat versprochen uns aus unserer Sünde zu erretten. Wir können frei von unserer Sklaverei – der Sünde – leben. Aber dafür gilt es, dass alte Leben hinter uns zu lassen und nicht mehr zurück zu sehen. Mag es in unserem Leben noch so schwer werden – vertraue auf Gott und sieh nicht mehr hinter dir. Dort ist nur Schande und Sünde. Aber vorne – da kommen wir in ein Land in dem Milch und Honig fliesst. Ein Land in dem der Segen Gottes reichlich spriesst. Gott sei hochgelobt und gedankt dafür, dass er uns leitet und uns frei machen möchte. Höre Heute auf seine Stimme und wende dich weg von der Sünde. Amen.


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