In letzter Zeit wurde dies so lebendig, wie Gott alles führt und leitet. Er hat Kontrolle in allen Dingen und führt uns hin zur Ewigkeit. Hallelujah.
Ein Ausdruck, den ich oft hören durfte ist, finde Gott in den Geschichten der Bibel. So ist es vielleicht oft so dass wir die Person sehen. Mose, Joseph, Paulus, Petrus und so weiter. Jedoch müssen wir uns eingestehen, dass selbst diese Glaubenshelden nicht auf sich selber geschaut haben. Und dies soll in diesem Beitrag erwähnt werden.
Nicht die Person soll angeschaut werden, sondern Gott der in Allem und überall dahintersteckt.

Sehen wir nur einmal die Geschichte von Joseph an. Er kommt als junger Mann oder gar noch Knabe nach Ägypten. Dort erlebt er vieles. Er kommt zunächst zum Kämmerer des Pharaos – Potiphar. Und wird dort als Sklave angestellt (1. Mose 39, 2).
Nun könnten wir meinen dass Joseph anfangen würde zu rebellieren. Er macht nicht mehr seine Arbeit oder pfuscht hier und da ein bisschen. Ich denke mir, dass er sich schon gefragt hat, warum hat es Gott so zugelassen? – Gleichzeitig steht aber auch, dass selbst der Gebieter sah, dass der HERR mit Joseph war (1. Mose 39, 3).
So war er an seinem Platz treu. Er diente seinem Herren und wurde, wie man heutzutage wohl nennen würde, zum Aufseher „befördert“. Damit war aber die Geschichte noch nicht vorbei. Den Gleich darauf – als Joseph also ein wenig erfolg hatte – kam die Frau von Potiphar und bedrängte ihn regelrecht. Sie kam nicht nur einmal, sondern immer und immer wieder (1. Mose 39, 10).
Joseph gab aber nicht nach und floh von ihr. Das Resultat der Geschichte war, dass er im Gefägnis landete (1. Mose 39, 20).

Im Gefägnis wurde Joseph jedoch nicht Mutlos und begann nicht nach Rache zu suchen, sondern er diente auch hier weiter. So dass er auch im Gefägnis Gnade vor dem Aufseher erhielt (1. Mose 39, 21) – Um Freizukommen? Nein, vermutlich um das Gute zu tun. Ich kann mir vorstellen, dass er selbst im Gefägnis versucht hatte, es den anderen Menschen gut zu tun. Er half denen, die Arm waren und solchen die Einsam waren. Dies würde dann dazu dass er den obersten Bäcker und den obersten Mundschenk kennen lernte. Und den Rest der Geschichte würde so verlaufen dass der Bäcker stirbt und der Mundschenk später den Joseph durch eine Traumdeutung zum Pharao brachte – aber nicht bevor er ihn zuerst 2 Jahre vergass. Erst als Gott dachte, nun ist es gut für Joseph, er darf aus dem gefägnis kommen, da hatte der Pharao diese Träume. Joseph deutete auch diese Träume.

Und siehe dabei insbesondere, dass er immer sagte dass es nicht er ist, sondern der Gott. Dies dürfen wir selber nie vergessen. Alles was geschieht, ob es zunächst gut oder böse aussieht. Alles geschieht durch Gott geführt. Nichts kann Gottes Plan kaputt machen – ausser: Joseph oder du selber. Was wäre wohl geschehen, wenn Joseph mit der Frau geschlafen hätte. Wenn er gesagt hätte, sie versucht mich nun bereits so lange, ich muss einfach nachgeben. Nein, er hielt den Glauben – dies ist auch für uns so notwendig, dass wir den Glauben und die Gottesfurcht behalten, bis zum Ende. Bis Gott seinen ganzen Plan mit uns ausführen konnte. Und dann werden wir einst in Herrlichkeit aufstehen.

Später als Joseph’s Brüder kamen, da schlug er sie nicht Tod, sondern was war seine Antwort: Nicht ihr habt mich hierhergesant, sondern Gott. (1. Mose 45, 4 – 9)
Dies führt uns zur zweiten Lektion. Nebst dem Glauben, den wir halten sollen – Gott ist also hinter all diesen Dingen dabei und leitet uns – wir dürfen niemals jemanden schlecht behandeln, weil er uns vielleicht falsch behandelt hat. Siehe wie es Joseph getan hat, statt sie zu töten, erkannte er hinter allem Gottes Führung. Suche du daher auch Gottes Führung in deinem Leben.
Vielleicht bist du gerade in einer Situation und weisst nicht genau, was nun Gott genau meint. Bleibe im Glauben treu. Gib dich nicht auf und versündige dich daher nicht, sondern suche Gott auf. Suche ihn in allem und siehe, wie er Joseph in allem Wohlgelingen gab, so wird er auch dir in allem Wohlgelingen geben können. Suche Gottes Willen in allen Dingen und freue dich, wenn du merkst dass er dir nahe ist. Dies ist eine solche Wohltat zu wissen dass er bei dir ist und dich stützt.

Ich sage damit nicht, dass du dich an einem Ort die ganze Zeit abmühen musst, weil du denkst dadurch besonders heilig zu sein. Vielleicht hat Gott dir bereits einen Ausweg vorbereitet, wie er Joseph diesen Mundschenk brachte, und du bist Stur und denkst dass Gott dich irgendwann schon noch erlösen wird. Aber hier gilt es aufmerksam zu sein. Möglicherweise ist die Antwort bereits da und du mühst dich dadurch vergeblich ab. Den heiligen Geist brauchen wir hier, um Gottes Gedanken zu erkennen.

Des weiteren ist es nicht notwendig, dass wir Gott speziell helfen müssen. Gott ist in der Lage uns zu helfen. Insbesondere mit Geld kann dies die Sache sein, dass wir meinen wir brauchen zunächst enorm viel Geld, bis wir für Gott im Einsatz sein können. Oder auch Karriere, oder sonstiges. Sei hier bedacht, dass die Zeit bald vorbei ist und du dich ewiglich dafür schämen musst, Gott nicht gedient zu haben.

Einen Mann können wir noch ansehen, wie er es hatte. Paulus drückt es besonders interessant aus. Man bedenke dass er diese Verse schreibt, als er im Gefägnis war:

„[1] Deshalb [bin] ich, Paulus, der Gebundene Christi Jesu für euch, die Heiden. [2] Ihr habt ja gewiss von der Haushalterschaft der Gnade Gottes gehört, die mir für euch gegeben worden ist, [3]dass er mich das Geheimnis durch Offenbarung wissen liess, wie ich zuvor kurz geschrieben habe. – …. – [7] dessen Diener ich geworden bin gemöss der Gabe der Gnade Gottes, die mir gegeben ist nach der Wirkung seiner Kraft. [8] Mir, dem allergeringsten unter allen Heiligen , ist diese Gnade gegeben worden, unter den Heiden den unausforschlichen Rechtum des Christus zu vergündigen, [9] und alle darüber zu erleuchten, welches die Gemeinschaft ist, die als Geheimnis von Ewigkeiten her in Gott verborgen war, der alles erschaffen hat durch Jesus Christus.“
(Eph. 3, 1 – 3, 7 – 9)

Dieser Mann, also, der im Gefängnis war und solch ein Werk vollbracht hatte. Er sah es als eine Gnade an, dass er dies tun durfte. Nicht als ein Müssen, oder ein „ich habe es mir verdient“, oder gar – dass er Applaus dafür erhalten sollte. Übrigens, ich denke er erwartet dies auch nicht von Gott, obwohl ich mir vorstellen kann, dass Gott ihn reich lohnen wird für seine Arbeit.

Wir sind noch viel zu sehr damit beschäftigt, was wir daraus gewinnen. Wenn wir sehen dass alles in allem Gottes Gnade und seine Hände wirken, dann ist über kurz oder lang, egal was mit uns geschehen mag. Wir sind Gott hochlobend dankbar dass wir uns in seiner Nähe fühlen dürfen. Dass er uns die Gnade gegeben hat, seinen eingeborenen Sohn zu geben, dass dieser für uns stirbt. Denk wenn wir es als lauter Gnade sehen, den anderen helfen zu können. Egal in welcher Situation wir sind. Joseph war im Gefägnis. Paulus, als er dies schrieb, auch. Und sie dienten darin weiter, ohne anfangen zu murren. Denn sie hatten diesen Glauben, dass Gott in allem ist.

„Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht.“
(Hebr. 11, 1)

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